Mittwoch, 20. August 2014

20.08.2014 Reise nach Jerusalem - Eine Bestandsaufnahme

Im Zeitraum vom 1. - 7. August 2014 unternahm der Vorsitzende des Landesfachausschusses Außen-, Sicherheits-, Europa- und Entwicklungspolitik der CDU Hamburg, Marcus Tandecki, eine Informationsreise nach Israel. Auch wenn zur Abflugzeit keine expliziten Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zu den Reiseorten Tel Aviv und Jerusalem existierten und eine Waffenruhe vorlag, war die Sicherheitslage vor Ort angespannt. Während seines Aufenthaltes wurden informative und fruchtbare Diskussionen mit Herrn Dr. Clemens Kohnen, Leiter der politischen Abteilung in der Deutschen Botschaft, Herrn Wolfram Ruthe, stellv. Militärattaché, Herrn Dr. Michael Borchard, Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Israel, und Frau Evelyn Gaiser, stellvertretenden Leiterin des KAS-Büros Israel. Zudem fanden diverse Dialoge mit Experten und Kennern der Region vor Ort statt. Zusammenfassend aus den Gesprächen kann berichtet werden, dass Israel es bekanntermaßen seit jeher nicht nur mit der Hamas als Feind zu tun hat. Israel hat insbesondere mit allem, was sich derzeit in der arabischen Welt radikalisiert, bzw. in Terror endet und sich anscheinend weiter solidarisiert, ein immenses Sicherheitsproblem. Nach Marcus Tandecki ist das schon lange kein rein israelisches Problem mehr, es betreffe uns alle. Der Vorsitzende des LFA ASEE betont: „Es braut sich gegen die christliche Weltanschauung global einiges zusammen. Der Konflikt in Israel ist stellvertretend hierfür, gerade durch die geografische Lage. Radikale Kräfte in Syrien, der Konflikt in der Ukraine, die Geschehnisse im Rahmen des Arabischen Frühlings, die Zustände im gesamte Nahe Osten, aber auch die Situation im Irak und in Afghanistan sind aufgrund der radikalen brutalen Strömungen analytisch nicht mehr nur unabhängig voneinander zu betrachten. Man bekommt den Anschein, dass gerade im Westen nur die Spitze des Eisberges gesehen wird.“ Eine dauerhafte Friedenslösung scheint bei einigen Akteuren nicht immer das oberste Ziel zu sein. Länder wie der Iran, Nordkorea, Libanon, Katar, Türkei unterstützen mehr oder weniger offen die Hamas. Es sollte um Frieden in der arabischen Welt gehen und die sichere Existenz Israels. Alle Argumente beider Seiten sind weitestgehend bekannt aber schwer kompatibel und gewährleisten womöglich auch keinen dauerhaften, dennoch erstrebenswerten temporären Frieden. Nach Marcus Tandecki ist an dieser Stelle unsere westliche und eine stärkere deutsche Position bzw. Reaktion gefragt, um eine Lösungsstrategie schneller herbeizuführen. Für Israel und für die gesamte islamische arabische Welt - klar gegen radikal islamischen Terror jeglicher Art!

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